Millionenschaden nach Brand in Großwäscherei

Kamen. Ein Mitarbeiter, der gerade die Frühschicht antreten wollte, hatte am frühen Dienstag Brandgeruch bemerkt und um 6.32 Uhr über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr informiert. Die rückte, wie bei Einsätzen in Gewerbegebieten üblich, mit zwei Löschzügen aus. In der Betriebshalle selbst stellten die unter Atemschutz tätigen Einsatzkräfte lediglich Schwelbrände und Glimmreste in großen industriellen Wäschekörben in der Nähe eines Maschinenschaltkastens fest. Vermutlich, so die erste Einschätzung, war ein Kurzschluss der Auslöser für den Brand. Der Einsatz der Feuerwehr war nach zwei Stunden beendet, danach übernahm die Fachdienststelle der Kripo die Ermittlungen. Auch sie geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus.


Schlimmer als das Feuer, das in den gewaltigen Wäschebergen glomm, war die heftige Ruß- und Rauchentwicklung in der Halle. Die war immerhin so stark, dass der Kamener Betriebsleiter Thorsten Dunkel gegenüber unserer Zeitung von einem Totalschaden sprach.

Der gesamte Maschinenpark, darunter zehn Hochleistungstrockner und Hochleistungsmangelstraßen seien zerstört. Wegen der Rauchbildung und der enormen Rußablagerung in der 1200 Quadratmeter großen Halle wurde die Betriebsstätte später vom staatlichen Amt für Arbeitsschutz gesperrt, weil ein Betreten gesundheitsgefährdend ist.


Nach Auskunft von Dunkel wurden im Hemsack bis gestern täglich fünf Tonnen Wäsche gewaschen, gereinigt, getrocknet und gemangelt. Die beim gestrigen Brand zerstörte Wäsche sei ebenso wie die Anlage selbst versichert.


Bis auf weiteres, so Dunkel, würden die 35 Mitarbeiter in der zweiten Großwäscherei der AWO in Dortmund eingesetzt. Auch die rund 75 Großkunden würden weiterhin bedient. „Ihre Wäsche wird weiter von uns abgeholt, aber eben in Dortmund gereinigt.“ Die Kapazitäten in Dortmund reichen dafür aus. die Halle in Kamen soll schnellstmöglich saniert werden.


Quelle: Artikel auf derwesten.de

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